Hallo!
Heute hat es wieder mal geschneit. Als wir morgens aufgestanden sind, lag draußen eine weiße Schneedecke. Wir wären ja am liebsten sofort hinausgestürmt, aber erst mußten wir ja den doofen Aufsatz für Brummi noch schreiben. Aber danach gab es dann kein Halten mehr.
So schnell konnte man gar nicht gucken, wie wir in unsere Winterklamotten gehüpft sind. Dann haben wir uns den Schlitten geschnappt und ab nach draußen.
Tja, und da waren wir nun. Und jetzt? Unser Garten ist flach wie ein Teller, da können wir nicht rodeln. Und zum großen Rodelberg dürfen wir nicht hin. Das sei zu gefährlich. Mama hat Angst, dass wir unter die Schlitten der großen Kinder geraten. Dabei würden wir schon aufpassen.
Erst dann bemerkten wir, dass Wilhelmine einen eigenen Schlitten dabei hatte. Einen goldenen. Typisch Mädchen! "Ich bin eine Prinzessin und ihr müßt mich jetzt ziehen." sagte sie. Die spinnt wohl. Sehen wir vielleicht aus wie Zugpferde? "Eure Hoheit können ihren Schlitten gefälligst selber ziehen." Sagte Walter. Daraufhin grummelte Wilhelmine natürlich. "Banausen. Die könnten ruhig mal etwas für ihre kleine Schwester tun."
Wir sahen uns weiter um. Irgendwo mußte es doch einen Hügel geben. Mein Blick fiel auf Mamas Auto. "Habt ihr den gleichen Gedanken wie ich?" fragte ich Walter und Wilhelmine? "Die Windschutzscheibe gäbe einen prima Rodelhang ab." meinte Walter und grinste. Auch Wilhelmine kicherte zustimmend. Also nichts wie rauf.
Wir kletterten auf das Autodach. Walter drängelte sich natürlich mal wieder vor und saß schon auf dem Schlitten, bevor wir überhaupt über die Reihenfolge diskutieren konnten. "Los Wuschel, schubs mich ganz kräftig an. Ich will richtig schnell sein." Na gut, der Tag ist ja noch lang und jeder kann mal drankommen. Ich gab ihm einen kräftigen Schubs.
Und dann sauste er los. "Jippeeeee! Das ist fast so schön wie fliegen" Er hatte auch ganz schön Geschwindigkeit drauf.
Aber plötzlich zischte ein kleiner, grüner Blitz an ihm vorbei. Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass Wilhelmine auch gestartet war. In ihrem goldenen Schlitten war sie ganz schön schnell und hatte Walter bald überholt.
"Ich bin die Rodelprinzessin!" rief sie laut. "Mich kriegst du nicht!" Was die nur immer mit ihrem Prinzessinen-Getue hat. Aber naja, irgendeinen Spleen muß wohl jeder haben.
Tja, und dann war ich froh, dass Walter sich vorgedrängelt hatte und ich nicht auf dem Schlitten saß. Ich hörte nämlich nur noch ein doppeltes "Waaaaaaaaah!", dann einen Plumps und ein gedämpftes "Aua!". "Walter? Wilhelmine" rief ich. "Ist mit euch alles in Ordnung? Es kam keine Antwort.
Schnell kletterte ich vom Auto und rannte nach vorne. Wir hatten doch glatt übersehen, dass die Kühlerhaube natürlich nicht einfach glatt in den Schnee ausläuft, sondern eher eine Sprungschanze bildet. Als ich vorne ankam, bot sich mir ein lustiges Bild.
Walter und Wilhelmine steckten Kopfüber in einer Schneewehe und zappelten mit den Beinen. Ich mußte mich zusammenreißen um nicht laut loszulachen. Es sah aber auch einfach zu lustig aus.
Zum Glück sind wir Plüschis hart im Nehmen und holen uns bei solchen Sachen keine ernsten Schäden. Wir halten schon so einiges aus.
"Hihi," kicherte ich "ihr seht aus wie gepudert. "Haha" grummelte Walter, während Wilhelmine sich den Schnee aus dem Kleid klopfte. Jetzt wünschte er sich wohl, dass er mich vorgelassen hätte.
Gut, die Idee mit dem Auto war also nichts. Aber wo könnten wir denn sonst rodeln?
Zum Glück haben wir dann doch noch eine Möglichkeit gefunden. Mama hatte ja heute morgen die Einfahrt frei geschippt. Dabei hatte sie einen kleinen Schneehügel aufgehäuft. Der sah genau richtig aus für uns.
Also los, rauf auf den Hügel. "Wo bleibt ihr denn?" rief Walter. "Ich bin schon längst oben." "Ja, Kunststück!" rief ich zurück. "Du mußt ja auch nicht Ihre Hoheit den Berg hochziehen." Wilhelmine hatte nämlich so lange gequengelt, bis ich mich hatte breitschlagen lassen, sie hochzuziehen. "Ich bin schließlich die Kleinste von uns. Ich versinke doch sonst im hohen Schnee." Jaja Schwesterchen, wenn dir mal nicht irgendwann die Ausreden ausgehen. Aber na gut. Hin und wieder kann man das ja mal durchgehen lassen.
Diesmal habe ich mir aber den Schlitten zuerst geschnappt. Ich wollte jetzt endlich auch mal rodeln. Und huiiiiiii, ging es den Hügel runter. Das hat vielleicht Spaß gemacht.
Bis bald, Euer Wuschel
Unten angekommen, schnappte ich mir gleich den Schlitten und bin wieder auf den Berg rauf.
Walter hatte in der Zwischenzeit seine ganz eigene Art der Fortbewegung entdeckt. Er rollte sich zusammen und purzelte einfach den Hang hinunter. Sah auch lustig aus, aber ich blieb doch lieber beim Schlitten. Immer wieder rauf und runter ging es, bis wir total durchgefroren waren.
Eigentlich wollten wir auch noch einen Schneemann bauen, aber dafür pappte der Schnee nicht gut genug. Egal, der Winter ist ja noch lang. Irgendwann wird es schon klappen. Und dann bauen wir einen gaaaaanz großen Schneebären.
Wieder im Haus haben wir uns erstmal schnell aus unseren Sachen geschält, die waren nämlich vom Schnee ganz naß. Und dann hat Mama uns eine große Tasse Kakao zum Warmwerden gemacht. Sowas von lecker!
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